Auf dem Weg nach Siem Reap

Es gibt viele Wege, um nach Siem Reap zu gelangen. Ich entschied mich im März 2009, von der thailändischen Hauptstadt Bangkok zunächst mit dem Bus nach Aranyaprathet zu fahren (ich musste an der Grenze zu Kambodscha noch ein Visum besorgen) und später mit dem Taxi weiter nach Siem Reap zu tuckern. Natürlich hätte ich auch mit dem Flugzeug von Bangkok nach Siem Reap reisen können. Da ich aber von kostengünstigen Busfahrten grundsätzlich sehr viel mehr halte als von Flügen, entschied ich mich für die Anreise auf der Straße.

Mit dem Bus von Bangkok nach Aranyaprathet

Die Busfahrt von Bangkok nach Aranyaprathet begann um 12 Uhr und dauerte etwas mehr als vier Stunden. Die Straßen bis zur Grenze waren gut geteert, sodass ich in aller Ruhe aus dem Fenster schauen und mir die schönen, grünen Landschaften von Thailand zu Gemüte führen konnte. Als ich in Aranyaprathet ankam, musste es schnell gehen, der Grenzübergang war nämlich nur bis 17:00 Uhr geöffnet. Ich begab mich schnellen Schrittes zur Visumstelle, füllte rasch den Visumantrag aus und überreichte diesen zusammen mit einem Passfoto dem zuständigen Beamten, der, was mich ein wenig stutzig machte, relativ gut Deutsch sprechen konnte. Innerhalb von 20 Minuten war alles erledigt und ich hatte gerade noch die Möglichkeit, die Grenze nach Kambodscha zu überqueren.


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Casinos am Grenzübergang

Der Grenzübergang bis zum kambodschanischen Kontrollpunkt war schätzungsweise 250 Meter lang, links und rechts von ihm befanden sich etliche Casinos. “Sehr raffiniert!” – dachte ich mir. Denn da das Glücksspiel in Thailand verboten ist, haben die Thailänder hier die Möglichkeit, ihrer Lust zum Zocken in extenso nachzugehen. Dieser Umstand allerdings zieht neben passionierten Glücksspielern auch sehr viele Schurken und Ganoven nach Aranyaprathet auf der einen und Poipet auf der anderen Seite. Also beschloss ich, so unauffällig wie möglich die Grenze zu überschreiten, was wohl nicht die dümmste Entscheidung war.

Mit dem Taxi von Poipet nach Siem Reap

Nachdem der Grenzbeamte am kambodschanischen Kontrollpunkt mich durchgewunken hatte, setzte ich mich ins nächste Taxi, um so zügig wie möglich nach Siem Reap aufzubrechen. 50 Dollar verlangte der Fahrer, was meines Erachtens viel zu hoch war. So versuchte ich, den Preis noch zu drücken. Da das Feilschen ein wenig Zeit in Anspruch nahm und das stehende Taxi die Aufmerksamkeit zahlreicher Kinder und Bettler auf sich zog, einigten wir uns schließlich auf 35 US-Dollar, um der immer größer werdenden Menschentraube um uns herum augenblicklich entkommen zu können.

Der Taxifahrer stieg in die Eisen. Anfänglich war der Highway noch gut, doch je weiter wir uns von Poipet entfernten, desto schlechter wurde die Straße. Je näher wir dann aber der Stadt Siem Reap kamen, desto besser wurde der Highway wiederum. Alles in allem dauerte die teils bequeme, teils strapaziöse Taxifahrt zweieinhalb Stunden. Am Ende der Fahrt war ich sehr froh, Siem Reap endlich erreicht zu haben.

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5 Antworten auf Auf dem Weg nach Siem Reap

  1. Pingback: Street Food in Siem Reap

  2. Krause, Alexander sagt:

    Hallo Melvin,
    ich habe eine Reise vor …
    du kannst mir vielleicht helfen? Im November wollte ich von Bangkok mit dem Bus nach Aranyaprathet. Von welchem Busbahnhof fährt man ab: Mo Chit (Northern Bus Terminal) oder Ekamai (Eastern Bus Terminal).
    Zu Deinen Info`s kann ich nur Begeisterung äußern. Ich reise nachdem ich in Angkor war, auf dem Mekong weiter nach Vietnam. Deine Berichte bieten viel Orientierung und es kommen vielleicht noch Fragen auf.
    Ich freue mich auf Deine Antwort.
    Liebe Grüße + ar khun Alex

    • Mel sagt:

      Hallo Alexander,

      vielen Dank für deinen ermunternden Kommentar. Ich bin damals von Mo Chit (Northern Bus Terminal) aufgebrochen. Das ist im Übrigen auch einer der wichtigsten Knotenpunkte in Thailand überhaupt.

      Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß bei deiner Südostasien-Reise. Wenn du möchtest, erstelle ich dir einen WordPress-Mitarbeiter-Account. Dann kannst du deine Erlebnisse und Bilder hier posten und allen Internetusern zugänglich machen.

      Kambodscha und Vietnam sind wirklich schöne Länder. Ich kenne ein paar Leute, die sich dort sehr gut auskennen. Wenn du Fragen hast, frag einfach. ;-)

      Schöne Grüße,
      Mel

  3. Alexander sagt:

    Ich freu mich auch schon auf den Trip,mal schauen wie es mir ergeht..

  4. Pingback: 3 Wochen Südostasien im Oktober: Was ist machbar?

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